Kreisklinikum Esslingen, Neubau Klinik Nürtingen

Klarheit für optimale Prozesse

Der Gebäudekomplex der Klinik Nürtingen wurde 2010 eröffnet und bietet 331 Betten mit 18 Intensivbetten. Durch einen Neubau außerhalb des bebauten Siedlungsbereichs wurden optimale Strukturen für das Klinikum geschaffen. Hier konnte nach einem strukturellen Funktionsprinzip neu geplant werden, ohne auf vorhandene bauliche Strukturen Rücksicht nehmen zu müssen.    
 

Klare und übersichtliche Funktionsanordnung
Der Gebäudekomplex der Klinik Nürtingen gliedert sich in einen Funktionsbau und einen Pflegebau. Die klare und übersichtliche Funktionsanordnung gewährleistet kurze Wege und eine leichte Orientierung. Neben 331 Betten, 18 Intensivbetten und 6 OPs beherbergt der Neubau eine Intensivstation, eine Notaufnahme sowie die Funktionsbereiche Chirurgie, Radiologische Diagnostik, Innere Medizin, Gynäkologie, Entbindung und Laboratorien. Durch den modularen Aufbau wird auch in Zukunft Flexibilität im Hinblick auf eine mögliche bauliche Erweiterung geboten.

Funktionale Gebäudestruktur
Der Neubau besteht aus mehreren Gebäudeteilen. Von der verbindenden Magistrale werden sämtliche interne und öffentliche Funktionseinheiten erschlossen. Fingerartig sind die Funktionsbereiche in logischer Abfolge an ihr angeordnet. Die klare, übersichtliche Funktionsanordnung bewirkt kurze Wege und eine leichte Orientierung. Durch ihre Zweiteilung trennt die Nord-Süd-Magistrale die öffentlichen Bereiche wie Eingangshalle, Patienten-Service-Center (PSC), Cafeteria und Zugang zu den Pflegebereichen im Osten klar von den geschlossenen Krankenhausbereichen im Westen. Diese sind durch einen zweiten internen Flur zusätzlich miteinander verbunden. So werden die internen und externen Verkehrsströme nach funktionalen Gesichtspunkten separiert. 

 

 

 

"Der Neubau zeichnet sich durch eine klare und übersichtliche Funktionsanordnung aus. Diese sorgt für kurze Wege und eine leichte Orientierung."

Maßstäblichkeit und Ruhe
Die funktionale innere Gliederung spiegelt sich auch im Erscheinungsbild des Neubaus wieder. Das Gebäude nutzt das Gefälle des Geländes nach Südwesten, so dass auch die Untergeschosse nach außen geöffnet sind und natürlich belichtet werden. Zudem bewirkt die Hanglage eine harmonische Dimensionierung des Gesamtkomplexes. Modular aufgebaut, bleibt der Neubau flexibel für eine horizontale bauliche Erweiterung  aller Funktionsbereiche. Die unterschiedlich ausgeprägte, weiß verputzte Fassade fügt die komplexen Strukturen des Neubaus zusammen und strahlt durch die gewählte Materialität und Farbigkeit Ruhe aus.